24.06.2026, Medienmitteilung
Zuger Kulturschärpe 2026 – doppelte Auszeichnung für gelebte Kultur
Worte, Geschichten und gelebte Kultur standen im Mittelpunkt der elften Verleihung der Zuger Kulturschärpe. Im Theater im Burgbachkeller in Zug wurden der Autor und Schauspieler Rémy Frick sowie der Verein Liveliteratur Zug für ihr langjähriges kulturelles Engagement ausgezeichnet.
Die Kulturkommission der Stadt Zug hat am Mittwoch, 17. Juni 2026, im feierlichen Rahmen im Theater im Burgbachkeller zum elften Mal die Zuger Kulturschärpe verliehen. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Trio Mathias Landtwing. Mit seinen Klängen zwischen Volksmusik, Weltmusik und Jazz verlieh es dem Anlass eine persönliche Note. Moderatorin Jeanine Gut führte souverän und mit feinem Gespür durch den Abend und gab anfangs Einblick in den Auswahlprozess der Jury. Stadtpräsident André Wicki hob in seiner Begrüssung die Bedeutung der vielen Kulturschaffenden und Freiwilligen hervor, die das kulturelle Leben in Zug bereichern. «Die diesjährigen Preisträger verbindet ein virtuoser Umgang mit Sprache: Sprachwitz, Ausdruckskraft und die Kunst der Performance prägen ihr Wirken auf ganz besondere Weise», betont Wicki.
Die Laudatio für den Preisträger Rémy Frick in der Kategorie Einzelperson hielt Monique Polisano-Schellekens. Mit Charme, Humor, persönlichen Anekdoten und grosser Wertschätzung zeichnete sie das Bild eines vielseitigen Kulturschaffenden, der die Zuger Kulturlandschaft seit Jahren prägt. Sichtlich bewegt nahm Rémy Frick die Kulturschärpe entgegen. In einer ebenso pointierten wie humorvollen Dankesrede sorgte er für zahlreiche Lacher und unterstrich die Bedeutung der Kultur als unverzichtbares Gegengewicht zur wirtschaftlichen Stärke des Kantons Zug.
Verein Liveliteratur Zug geehrt
Die zweite Kulturschärpe ging an den Verein Liveliteratur Zug. Mit dem Format Satz&Pfeffer-Lesebühne im Oswalds Eleven in der Zuger Altstadt bereichern Judith Stadlin und Michael van Orsouw seit Jahren das kulturelle Leben und schaffen Raum für Literatur, Begegnung und Austausch.
Die Kulturschärpen wurden dem Vorstand des Vereins von den Kulturkommissionsmitgliedern feierlich überreicht. Anschliessend trat der bekannte Schriftsteller und Drehbuchautor Charles Lewinsky auf die Bühne. In seiner literarisch geprägten Laudatio würdigte er das Engagement des vierköpfigen Vorstandsteams, das sich – wie er – mit Leidenschaft für das geschriebene und gesprochene Wort einsetzt. Sein Fazit brachte es auf den Punkt: «Worte brauchen Orte, und Orte brauchen Worte.»
Für einen überraschenden und humorvollen Schlusspunkt sorgte der Verein Liveliteratur mit einem originellen Sketch über Ortsnamen, der beim Publikum für grossen Applaus sorgte. Danach griff das Trio Mathias Landtwing nochmals zu seinen Instrumenten und liess die Verleihung mit einem letzten Musikstück stimmungsvoll ausklingen.
Beim anschliessenden Apéro riche nutzten die Gäste die Gelegenheit für Gespräche und neue Kontakte. Der Abend zeigte eindrücklich, wie vielfältig und lebendig die Zuger Kulturszene ist.
















