29.06.2026, Medienmitteilung
Stadtschulen Zug führen neue Lernorte ausserhalb der Regelklasse ein
Die Stadtschulen Zug entwickeln ihr Bildungsangebot gezielt weiter. Neue Strukturen für die Förderung ausserhalb der Regelklasse sowie gestärkten Ressourcen im Kindergarten und in der Unterstufe entlasten den Unterricht und stärken die Unterrichtsqualität für alle Schülerinnen und Schüler. An den erweiterten Lernorten werden einzelne Kinder vorübergehend in kleinen Gruppen ausserhalb ihrer Klasse gefördert.
«Wir entwickeln unser Bildungsangebot gezielt weiter: Mit neuen Strukturen für die Förderung ausserhalb der Regelklasse und einer Reduktion der Bezugspersonen im Unterricht entlasten wir den Unterricht und stärken die Unterrichtsqualität für alle Schülerinnen und Schüler», sagt Stadtrat Etienne Schumpf, Vorsteher des Bildungsdepartements.
Die Stadtschulen Zug optimieren das integrative Schulmodell. Neu wird das Modell um teilseparative Gefässe ergänzt, die Stadt Zug bezeichnet sie als erweiterte Lernorte (ELO): Ein Ort ausserhalb der Regelklasse, wo Kinder und Jugendliche in anspruchsvollen Situationen unterstützt werden. Die Förderung dauert je nach Bedarf von einzelnen Lektionen bis zu mehreren Wochen, in Einzelfällen auch Monaten. Ziel ist die rasche Rückkehr in den regulären Unterricht.
Zudem werden die Ressourcen gebündelt und vermehrt an den erweiterten Lernorten eingesetzt, statt mit zusätzlichen Assistenten oder Aushilfen direkt in der Klasse. Das reduziert die Anzahl Bezugspersonen im Unterricht und stärkt das Schulsystem. Zusätzlich wird im Kindergarten sowie in der 1. und 2. Klasse die Heilpädagogik verstärkt. Solche Förderangebote sind in anderen Schulen und im Schulhaus Loreto unter Begriffen wie «Schulinsel» oder «Boxenstop» bekannt. Darauf aufbauend startet 2026/27 ein Pilotprojekt in der Schuleinheit Zentrum, dessen Erfahrungen in die spätere Einführung an allen Schuleinheiten einfliessen.
Die flächendeckende Einführung an allen Schuleinheiten ist auf Beginn des Schuljahres 2027/28 vorgesehen. Die Investitionen werden weitgehend kompensiert, da weniger Kinder auf kostenintensive externe Sonderschulplatzierungen angewiesen sind und die Kosten für Assistenzen gezielt in die erweiterten Lernorte eingesetzt werden.
