SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
SDG 6 hat das Ziel, Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle zu gewährleisten.

Hintergrund
Ziel 6 umfasst den Zugang zu Trinkwasser, zu Sanitärversorgung und Hygiene. Darunter auch den Schutz und die Wiederherstellung von wasserverbundenen Ökosystemen (darunter Berge, Wälder, Feuchtgebiete, Flüsse und Seen). Zudem soll die Wasserqualität verbessert und die Verschmutzung von Wasser durch gefährliche Chemikalien verringert werden.
Bedeutung für die Stadt Zug
Das Trinkwasser ist in der Schweiz im Allgemeinen von guter Qualität, auch wenn es vielerorts mit Pestiziden verunreinigt ist. In der Stadt Zug wird die Wasserversorgung im Rahmen eines Konzessionsvertrages an die WWZ Energie AG delegiert mit dem Auftrag, Wasser in genügender Menge und einer Qualität zu liefern, wie sie den in der Schweiz anerkannten Normen entspricht. Das Zuger Trinkwasser besteht in der Regel je zur Hälfte aus Quell- und Grundwasser. Für Notfälle besteht eine Vereinbarung mit der Wasserversorgung Zürich, wonach sie den WWZ jederzeit eine bestimmte Menge Wasser in Aussicht stellen. In der Stadt Zug existieren 15 öffentliche Trinkwasserbrunnen. Die Region um Zug ist kein eigentliches Ackerbaugebiet, weshalb Pflanzenschutzmittel für das lokale Trinkwasser ein vernachlässigbares Risiko darstellen. Mit längst fälligen und noch umzusetzenden Massnahmen in der Landwirtschaft und der Siedlungsentwässerung reduziert sich auch den Nährstoffeintrag der Fliessgewässer zum Zugersee stetig. Trotzdem weist der Zugersee noch immer ein hohes Phosphorreservoir auf, welches hauptsächlich aus früheren Zeiten stammt und nur langsam und mit einer besseren Durchmischung des Tiefenwassers ausgetragen werden kann. Die Siedlungsentwässerung der Stadt Zug ist heute zu drei Vierteln mit einem Trennsystem ausgestattet. Das Abwasser wird getrennt von Platz- und Dachwasser zur Kläranlage Schönau in Cham geleitet, wo es mechanische und biologische Stufen und Sandfilter durchläuft und gereinigt wird. Seit 2019 werden dort über Aktivkohle auch Medikamentenrückstände und Mikroverunreinigungen entfernt. Im Rahmen des Generellen Entwässerungsplanes (GEP) ist die Stadt daran, das Trennsystem zu vervollständigen und Einleitstellen in Gewässer aufzuheben, die letzten Liegenschaften ausserhalb der Bauzone an die Kanalisation anzuschliessen und Fremdwassereinträge in die Schmutzwasserkanalisation zu eliminieren. Die Stadt Zug betreibt auf Gemeindegebiet 25 öffentliche, an der Kanalisation angeschlossene, kostenlose Toilettenanlagen, teils im Siedlungsgebiet, teilweise aber auch ausserhalb (Zugerberg, Choller, Brüggli), sodass die Versorgung an Sanitäranlagen nahezu überall sichergestellt ist.