06.10.2026, Medienmitteilung
Sara Liz Marty und Géraldine Heller erhalten Atelierstipendien
Die Kulturkommission der Stadt Zug hat je einen Atelierplatz vergeben, welcher von der Städtekonferenz Kultur (SKK) in Kairo zur Verfügung gestellt wird. Die ausgewählten Kunstschaffenden Géraldine Heller und Sara Liz Marty werden vom 1. Februar bis 31. Juli 2027 bzw. vom 1. August 2027 bis 31. Januar 2028 in Kairo leben und arbeiten.
Sara Liz Marty und Géraldine Heller erhalten von der Stadt Zug und der Städtekonferenz Kultur (SKK) je ein Atelierstipendium in Kairo. Für den sechsmonatigen Aufenthalt in der ägyptischen Metropole konnten sich professionelle Kunstschaffende, Kulturvermittelnde und Kulturveranstaltende aller Sparten mit Bezug zur Stadt Zug bewerben. Die beiden Atelierstipendien schaffen Raum für konzentriertes künstlerisches Arbeiten, neue Begegnungen und den Austausch mit der vielfältigen Kulturszene Kairos.
Zwischen Textil und Zugehörigkeit
Die 1989 in Zug geborene und heute in Zürich lebende Sara Liz Marty arbeitet als Textilkünstlerin, Designerin und Nachhaltigkeitsexpertin an der Schnittstelle von Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit. Mit Stickerei, Flicken und anderen textilen Techniken verbindet sie traditionelle Handarbeit mit zeitgenössischer Gestaltung. Für ihr sechsmonatiges Atelier in Kairo möchte sie erkunden, wie sich Vorstellungen von Heimat und Gemeinschaft in Materialien und Handwerk vereinen. Begegnungen mit Menschen, textile Traditionen und Techniken wie Sticken oder Knüpfen sollen dabei Impulse für eine neue Werkgruppe geben. Marty plant, die während des Aufenthalts gewonnenen Erfahrungen und entstandenen Arbeiten in einer Ausstellung in Zug zu präsentieren.
Kairo mit neuem Blick
Die 32-jährige Zuger Künstlerin und Designerin Géraldine Heller arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie, Objekt und angewandter Kunst. Ihre Arbeiten entstehen aus der intensiven Beobachtung eines Ortes: Sie sammelt Spuren des Alltags, Materialien und visuelle Details und übersetzt sie in Fotografien, Collagen, Objekte oder Interventionen. In Kairo möchte sie zu Fuss und mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Stadt erkunden und ihren fotografischen Blick auf Oberflächen, Reparaturen, Beschriftungen und improvisierte Konstruktionen richten. Dabei interessiert sie besonders, fotografische Beobachtungen in textile oder materielle Arbeiten zu überführen und lokale Handwerkstechniken kennenzulernen. Zurück in Zug soll daraus eine neue Werkgruppe entstehen, die Fotografie, Material und Objekt verbindet.

