Amphibienwanderung
Ab Ende Februar machen sich die ersten Amphibien auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Auf ihrer oft kilometerlangen Wanderung müssen sie viele Hindernisse überwinden. Besonders gefährlich sind Strassen, die ihren Weg kreuzen.

Lebenswichtige Wanderung
Von Ende Februar bis Ende April sind Amphibien beim Überqueren von Strassen auf die besondere Aufmerksamkeit der Autofahrenden angewiesen. Die besten Bedingungen für die Wanderung finden Amphibien in der Dämmerung vor, wenn es feucht und mild ist. Doch besonders dann ist das Verkehrsaufkommen hoch und die Gefahr für die Tiere gross. Um den Amphibien zu helfen, sensibilisiert die Stadt Zug Autofahrende und Anwohnende durch Warnschilder an wichtigen Stellen und fordert zu erhöhter Vorsicht auf.
Am Löschweiher Zugerberg wird seit 2011 während der Wandersaison ein Amphibienleitzaun entlang der Geissbodenstrasse aufgebaut. Unter der Geissbodenstrasse wurde mittlerweile durch die Abteilung Tiefbau der Stadt Zug ein Amphibientunnel gebaut. Zu den häufigsten Arten gehören Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche. Jede dieser Arten hat einzigartige Eigenschaften und Anpassungen, die ihre Wanderung und Lebensweise so faszinierend machen.
Unsere Rücksicht zählt!
Betroffene Arten
Erdkröten
Erdkröten sind wahre Überlebenskünstler. Sie können sich auf ihrer Wanderung über weite Strecken durch dichte Vegetation und schwieriges Terrain bewegen. Besonders auffällig ist ihre raue Haut, die sie vor Austrocknung schützt. Ihre kräftigen Hinterbeine helfen ihnen, sich schnell fortzubewegen, besonders in der Laichzeit.
Grasfrösche
Grasfrösche sind Frühaufsteher und gehören zu den ersten Amphibien, die im Frühjahr aktiv werden. Sie sind hervorragende Springer und nutzen ihre kräftigen Hinterbeine, um weite Distanzen zu überwinden. Ihre bräunlich rote Farbe hilft ihnen, sich in Graslandschaften gut zu tarnen.
Bergmolche
Bergmolche sind wahre ‘Aquaristen’ und verbringen einen Grossteil ihres Lebens im Wasser. Sie besitzen einen auffällig orangefarbenen Bauch und einen eleganten Schwanz, welcher sie zu ausgesprochenen Schwimmkünstlern macht. Im Frühjahr verlassen sie ihre Winterquartiere, um in klaren, ruhigen Gewässern zu laichen.
Nationale Koordinationsstelle Amphibien
Die Koordinationsstelle für Amphibienschutz in der Schweiz (karch) ist die herpetologische Beratungsstelle des Bundesamtes für Umwelt (BAFU). Die am Amphibienleitzaun Zugerberg bis 2025 erhobenen Daten flossen in die gesamtschweizerische Statistik der karch ein, die öffentlich zugänglich ist. Auf der Homepage der karch finden Sie nicht nur die aktuellen Zahlen, sondern auch spannende Informationen über die Lebensweise der Amphibien, ihre Rolle im Ökosystem und wie Sie aktiv zum Schutz dieser faszinierenden Tiere beitragen können.
Kontakt
Tiefbau
Stadthaus, Gubelstrasse 22
6300 Zug
–
–
geschlossen