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Hohe Zufriedenheit mit der Verkehrssituation, ausser in Stosszeiten
Die Stadt Zug verzeichnet im Vergleich mit anderen Schweizer Städten eine überdurchschnittliche Zufriedenheit mit der allgemeinen Verkehrssituation. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der Städtekonferenz Mobilität. Die Stadtzuger Bevölkerung nutzt den ÖV, das Velo und das Auto gleichermassen, ist aber im Vergleich mit anderen Städten besonders häufig zu Fuss unterwegs.
In der Stadt Zug wird zum Pendeln auf alle Verkehrsmittel gesetzt: Die Befragten nutzen sowohl den öffentlichen Verkehr (5 0%) wie auch das Velo und das E-Bike (48 %), oder sie sind zu Fuss unterwegs (46%). Mit einem Anteil von 40 % ist ebenfalls das Auto ein wichtiger Bestandteil der täglichen Mobilität. In der Freizeit nimmt die Nutzung des Fussverkehrs mit 68% und des Veloverkehrs mit 59 % nochmals zu und liegt deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte. Der öffentliche Verkehr (56 %) und das Auto (50 %) folgen auf den weiteren Plätzen.
Hohe Zufriedenheit, ausser in den Stosszeiten
Mit 77 % zeigen sich die Zugerinnen und Zuger mit der Verkehrssituation im Vergleich zu anderen Städten (58 %) überdurchschnittlich zufrieden. Während den Stosszeiten sinkt dieser Wert jedoch auf 44 % – auch wenn dies immer noch über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte (31 %) liegt. Als Grund für die Unzufriedenheit werden Beeinträchtigungen durch Verkehrsbehinderungen (52 %) und fehlende Parkplätze für Autos (43 %) genannt. Zudem fühlen sich die Befragten nebst der Lärmbelästigung (38 %) und der Verkehrssicherheit (33 %) zu jeweils rund einem Drittel durch fehlende Grünflächen und Luftverschmutzung beeinträchtigt.
Als Massnahmen in der Verkehrspolitik erachtet fast die Hälfte der Befragten angenehme Stadträume in Kombination mit Grünräumen als dringlich. Dabei befürworten 78 % die Umwandlung von oberirdischen Parkplätzen in unterirdische Parkhäuser, um den gewonnenen Raum für Grünflächen und Begegnungszonen zu nutzen. Neben begrünten Stadträumen sprechen sich 44 % für den Ausbau der Veloinfrastruktur aus und 37 % erachten Massnahmen gegen Strassenlärm und Umweltbelastungen durch den Verkehr als angezeigt. Weniger Bedeutung kommen hingegen einer zugänglichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (24 %) und der Senkung der Geschwindigkeit innerorts (23 %) zu.
Gute Erreichbarkeit der Nachbargemeinden
Neben den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Zug wurden auch Personen aus Cham und Baar befragt, um Erkenntnisse zu den innergemeindlichen Pendlerströmen zu gewinnen. Um von Zug in eine der beiden Nachbargemeinden Baar und Cham zu gelangen, setzen 64 % auf den ÖV und 53 % auf das Auto. Umgekehrt greifen für den Pendelverkehr nach Zug 58 % der Baarer und 52 % der Chamer auf den ÖV zurück und jeweils 59 % auf das Auto. Im gemeindeübergreifenden Verkehr sind die Baarer mit 62 % deutlich mehr mit dem Velo und E-Bike unterwegs als die Zuger (49 %) und die Chamer (51 %).
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Studie «Mobilität in Schweizer Städten»
gfs.bern hat im Auftrag der Städtekonferenz Mobilität und 17 teilnehmenden Städten und städtischen Gemeinden die Studie «Mobilität in Schweizer Städten» erarbeitet. Zentrale Themen der Befragung sind Besitz und Nutzung von Verkehrsmitteln, Zufriedenheit mit der Verkehrssituation, verkehrspolitische Massnahmen, Shared Mobility und Ausgaben für Verkehr und Mobilität. Insgesamt wurden 15'372 Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren befragt. Teilgenommen haben die Kernstädte Basel, Bern, Freiburg, Luzern, Nyon, Schaffhausen, Sion, Winterthur, Zug und Zürich. Wichtigstes Fazit der Studie: Die aktuelle Verkehrspolitik der Städte steht im Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung.
Online-Version des Gesamtberichts: https://cockpit.gfsbern.ch/de/cockpit/stadtverkehr/
Gesamtbericht und städtespezifische Berichte im PDF-Format: https://skm-cvm.ch/de/Info/Aktuell